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Osteopathie - Ganzheitliche manuelle Medizin

In diesem Artikel werde ich versuchen die Hintergründe erläutern, auf der die Osteopathie beruht und weswegen eine osteopathische Behandlung für nahezu jeden Menschen eine wundervolle Ergänzung ist, die die Lebensqualität und Gesundheit fördern kann.

Wenn Du bereits Erfahrungen mit Osteopathie gemacht hast, freust Du dich vielleicht mehr über die Hintergründe zu erfahren was Osteopathie eigentlich ist und was genau ein Osteopath macht!

Für Osteopathen sind alle Körpersysteme des Menschen miteinander verbunden. Diese Systeme agieren in einer kontinuierlichen Wechselbeziehung, um die Gesundheit des Menschen und sein Leben selbst zu gewährleisten. Die Osteopathie versteht sich als Kunst, die den Organismus zu einer Selbstkorrektur führt.

- J.P. Barral

Was ist Osteopathie?

Die Osteopathie ist eine rein manuelle Form der Medizin. Sie dient dem Erkennen und Behandeln von Funktionsstörungen, nicht von manifesten Krankheiten. Der Ansatz der Osteopathie ist einfach: Leben zeigt sich in Form von Bewegung. Dort wo Bewegung verhindert wird, kann sich Krankheit entwickeln - z.B. aufgrund einer schlechteren Ver-/ bzw. Entsorgung des bewegungsärmeren Gebietes.

Die Osteopathie basiert auf einer sehr detaillierten Kenntnis der Anatomie des menschlichen Körpers, die keinen Teilbereich ausschließt und sich somit von vielen sehr spezialisierten medizinischen Teilbereichen abhebt. Osteopathie ist keine Alternative zur Humanmedizin, sondern eine Ergänzung des bestehenden Systems. Sie ist in der Lage bei humanmedizinisch nicht zu therapierenden, oder schwer darstellbaren Funktionsstörungen Lösungsmöglichkeiten anzubieten.

Aufgrund des inhaltlichen Umfangs dauert eine Ausbildung zum Osteopathen in der Regel 4-6 Jahre.

Geschichte der Osteopathie

Der Gründer: Andrew Taylor Still

Der amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828 – 1917) ist der Gründer und Namensgeber der "Osteopathie" bzw. des Berufes des Osteopathen. Er entwickelte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein neues Verständnis von Gesundheit und Krankheit und betrachtete dabei den Menschen als Einheit aus Körper, Geist und Seele. 

Seine Osteopathie, welches oft als Wisenschaft, Philosophie und Kunst beschrieben wird, beruht auf seinen intensiven Anatomiestudien, die seiner Zeit weit voraus waren. Still war der Überzeugung, dass der Mensch mit seiner überragenden Autoregulation, die alle Wesen der Schöpfung ausmacht, bereits jede Möglichkeit der Selbstheilung in sich trägt.

Die Osteopathie und die Selbstregulation des Menschen

A.T. Still beschrieb die Voraussetzungen für eine funktionierende Selbstregulation: "eine gute Beweglichkeit und Dynamik in allen Körperbereichen".. Eine wichtige Rolle sah er dabei vor allem in der Ver-und Entsorgung des Gewebes durch Blut- und Lymphflüssigkeit bei gleichzeitig intakter Nervenversorgung. Wenn es Probleme bei der Ver- und Entsorgung eines Gewebes gibt, so kann dort Krankheit entstehen.

Ziel der Untersuchung und Behandlung war es daher mit den Händen Bewegungseinschränkung im Gewebe aufzuspüren und diese zu beseitigen. Dadurch verbessert der Osteopath die Beweglichkeit des Gewebes auf allen Ebenen. Dies beeinflusst auch die oben erwähnte arterielle Versorgung und veno-lymphatische Entsorgung. Danach überlässt er den Körper sich selbst mit verbesserten Selbstheilungsmechanismen.

Das Zitat von Dr. Still: „Find it, fix it, leave it alone“ stellt dieses Behandlungsprinzip perfekt dar.

Veröffentlichung der Osteopathie in Amerika

Still stellte die Osteopathie als neue Form der ganzheitlichen Medizin zur Behandlung von Menschen im Jahr 1874 der Öffentlichkeit vor und gründete 1892 in Kirksville, Missouri, USA, die American School of Osteopathy (heute das Kirksville College of Osteopathic Medicine).

Stills Osteopathie fand schnell großen Zuspruch. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde sie in vielen amerikanischen Bundesstaaten rechtlich anerkannt. Neue Osteopathie Schulen entstanden und bildeten eine zunehmende Anzahl an Studenten zu Osteopathen aus. Gleichzeitig gab es massive Bestrebungen der Ärzteverbände, die Osteopathie einzuschränken.

Seit den 60ern gilt die Osteopathie in den USA als allgemein anerkannt und das Studium der Osteopathie ist eine vollwertige akademische Ausbildung. Derzeit gibt es in den USA mehr als 20 osteopathische Colleges und Universitäten mit staatlich anerkanntem Abschluss.

Heute praktizieren etwa 54.000 Osteopathen in den USA ihren eigenständigen Beruf. Sie führen den Titel D.O., Doctor of Osteopathy und sind den Ärzten (Medical Doctors, MD) gleichgestellt. Osteopathen in den USA verschreiben daher Medikamente und operieren Seite an Seite mit Ärzten.

Verbreitung der Osteopathie in Europa

In Europa nahm die Osteopathie eine andere Entwicklung. Ein Schüler Dr. Stills, der Physiologe Dr. John Martin Littlejohn, brachte die Osteopathie nach Ende seiner Ausbildung mit anschließender Lehrtätigkeit an Stills Schule nach England. 

Hier entwickelte sich die Osteopathie als rein manuelle Form der Medizin weiter. In London gründete Dr. Littlejohn 1917 die bis heute existierende British School of Osteopathy. Derzeit kann man in England Osteopathie an drei Hochschulen studieren. Der Osteopath ist dort seit 1993 ein rechtlich anerkannter Gesundheitsberuf. In Belgien und Frankreich zählt die Osteopathie zu den allgemein anerkannten Formen der Medizin. Praktiziert wird die Osteopathie in nahezu allen europäischen Ländern, wobei die rechtlichen Regelungen und die Eingliederung in die Gesundheitssysteme länderspezifisch sehr verschieden sind.

Teilbereiche und Weiterentwicklung der Osteopathie

Parietale Osteopathie

Hatte sich Dr. Still vor allem mit dem Bewegungsapparat, also mit Knochen, Gelenken, Muskeln und Sehnen beschäftigt, vor dem Hintergrund, dass nur eine freie Beweglichkeit dieser auch eine freie Versorgung der Geweben gewährleisten kann, entwickelten andere Osteopathen das Konzept der Osteopathie fort und ergänzten es um weitere Teilbereiche.

Craniosacrale Osteopathie

Ein Schüler von Dr. Still, Dr. William Garner Sutherland (1873 – 1954), beschäftigte sich jahrelang mit der Anatomie des Schädels, insbesondere mit den Schädelnähten und den verbindenen Strukturen wie den Hirnhäuten und der enthaltenen Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (Liquor).

Während der gesamten Zeit forschte er mit dem Ziel zu beweisen, dass der Schädel keine eigene unabhängige Bewegungsmöglichkeit besitzt. Doch er fand immer mehr Anzeichen dafür, die er mit ihrer klinischen Relevanz im Selbstversuch auch beweisen konnte.1939 stellte er das Phänomen der "primären Respirationsbewegung" vor. Dabei handelt es sich um eine sehr feine, eigenständige Körperbewegung. Sie kann am Schädel, am Kreuz- und Steißbein aber auch anderen Strukturen des Körpers erspürt werden und steht nicht im Zusammenhang mit Herzschlag oder Atmung.

Die "primäre Respirationsbewegung" bildete fortan für Osteopathen ein wichtiges Instrument zur Diagnose und Therapie. Sutherland erweiterte damit die Osteopathie um die Osteopathie im in der craniellen Sphäre - die Craniosacrale Osteopathie.

Viszerale Osteopathie

In den 80ern erfuhr die Osteopathie eine zusätzliche Erweiterung. Die französischen Osteopathen Jean-Pierre Barral und Jacques Weischenck beschäftigen sich ausführlich mit den inneren Organen und wie diese osteopathisch untersucht und behandelt werden können.

Es entstand die viszerale Osteopathie, die durch die überragende Arbeit von J. Helsmoortel weiter an Bedeutung gewann und gleichwertiger Teilbereich zu bestehender parietaler und craniosacraler Osteopathie wurde.

Biodynamische Osteopathie

Eine einflussreiche Erweiterung erfuhr die Osteopathie in der jüngeren Vergangenheit durch den amerikanischen Osteopath Dr. James Jealous. Dieser kombinierte Sutherland’s „Cranial Osteopathy“ mit der Lehre des deutschen Embryologen Dr. E. Blechschmidt („Biokinetics and Biodynamics of Human Differentiation“).

Den daraus entstandenen Aspekt der Osteopathie nennt er „Biodyamics of Osteopathy in the Cranial Field.“ die Biodynamische Osteopathie ist nicht in der Grundausbildung zum Osteopathen enthalten und wird bei Interesse über 9 Kurse über 9 Jahre postgraduate vermittelt.

Die biodynamische Osteopathie hat sich zwar aus der Osteopathie heraus entwickelt, sie grenzt sich jedoch auch von anderen osteopathischen Ansätzen ab und wird daher hier nicht weiter besprochen. 

Was macht ein Osteopath?

Die Osteopathie kennt und beschreibt alle kleinen und großen Bewegungen des menschlichen Körpers. Dabei geht es nicht nur um die Bewegungen der Gelenke, sondern auch der inneren Organe, des Nervensystems, des Bindegewebes (der Faszien) und aller festen und flüssigen Substanzen des menschlichen Körpers. Sie hilft Bewegungseinschränkungen aufzuspüren und zu lösen.

Der menschliche Körper ist ständig in Bewegung. Jede einzelne Struktur an ihm bewegt sich und führt dabei ihre eigene Funktion aus. Dabei ist diese Bewegung entscheidend für eine optimale Funktion der Struktur. Die Osteopathie nutzt diesen Zusammenhang. Dabei betrachtet die Osteopathie den menschlichen Körper immer als untrennbare Einheit. Erst das Zusammenspiel der einzelnen Strukturen ermöglichen dem Organismus als Ganzes zu funktionieren. Deshalb nimmt die Osteopathie jeden Patienten als Individuum war und behandelt ihn in seiner Gesamtheit. Direkten (mechanischen) Einfluss hat der Osteopath dabei auf die körperlichen Strukturen. Aufgrund der Einheit aus Körper, Geist und Psyche wirkt Osteopathie jedoch multimodal und kann auch bei irreversiblen, oder nicht körperlich direkt beeinflussbaren Krankheitsbildern positiven Einfluss nehmen.

Nach osteopathischer Auffassung ist der Mechanismus zur “Heilung” in jedem Menschen vorhanden, der Osteopath sucht Gesundheit und nicht Krankheit. Mit den osteopathischen Techniken versucht der Osteopath über die Schaffung einer individuell optimalen Beweglichkeit, strukturelle/physiologische Hindernisse, zu beseitigen.

...Was macht ein Osteopath also genau?

Das heißt, dass der Osteopath auf der Grundlage einer theoretischen Norm wie sich die Gewebe des Körpers im "perfekten Gleichgewicht"  verhalten würden Abweichungen identifiziert und unter Einbeziehung der bekannten individuellen Hintergründe des Patienten eine Behandlungsstrategie wählt, um Körperstrukturen mehr Bewegungsmöglichkeit zu verschaffen, Schmerzen zu lindern und Funktion zu verbessern.

Es sollen die günstigsten Rahmenbedingungen für das Wirken des Selbstheilungsmechanismus geschaffen werden. Dieser ist bei jedem Menschen anwesend, kann jedoch unter gewissen Umständen nicht in der Lage sein eine Situation vollständig aufzulösen, was bedeutet, dass sich primäre und sekundäre Beschwerden nach z.B. einem Sturz entwickeln können, die unabhängig voneinander weiter bestehen können, obwohl evtl. die primär geschädigte Struktur nach einer gewissen Zeit vollständig geheilt ist. 

Der Osteopath möchte zu einer optimale Funktionsfähigkeit der Gewebe und des Menschen als Einheit verhelfen.  "Optimal" ist in diesem Zusammenhang qualitativ zu verstehen, d.h. die Qualität einer Bewegung hat in der Osteopathie eine wesentlich höhere Bedeutung als deren Ausmaß. Keine Behandlung ist daher gleich, die Behandlung wird immer an den Patienten mit seinen Möglichkeiten angepasst und nicht anders herum. Es gibt keine reine "Schema-Behandlung". 

Aus diesem Grund kann die Osteopathie individuell eine erstaunlich kraftvolle Wirkung zeigen, die auch komplexe Beschwerdebilder aufzulösen vermag und in ihren Effekten auch mittel-langfristig positiv wirken kann.

Erfahrungsbericht Osteopathie

Ich möchte dir gerne etwas von meinen persönlichen Osteopathie Erfahrungen berichten... Du fragst dich vielleicht warum ich die Osteopathie als Beruf gewählt habe. 

Dies ist begründet in meinen persönlichen Erfahrungen mit der Osteopathie als ganzheitliche Medizin, da ich in meiner gesamten Kindheit und Jugend regelmäßig (ca. alle 6 Monate) osteopathisch behandelt wurde und es mir stets sehr gut getan hat.

Ich habe eine juvenil/genetisch angelegte Skoliose im Übergang zwischen Brust- und Lendenwirbelsäule, die sich durchaus mit dem Wachstum hätte verschlechtern können, die sich aber in keiner Weise progredient ausgeprägt hat und die schon der eine oder andere Orthopäde aufgrund ihrer geringen Ausprägung trotz Röntgenbild übersehen hat (im Zuge anderer Untersuchungen).

Sowohl bei der einen oder anderen Sportverletzung, aber auch in Phasen psycho-emotionaler Belastungssituationen in Kombination mit Beschwerden durch z.B. psychosomatische Stoffwechselstörungen, hat die Osteopathie stets einen großen Beitrag dazu geleistet, dass Beschwerden vergingen und ich mich als Mensch so entwickelt habe, wie ich bin.

Ich empfehle jedem sich wenigstens einmal und besser regelmäßig (1-4mal / Jahr) auch ohne zwingend anwesende akute Beschwerden osteopathisch untersuchen und behandeln zu lassen.

Auch Kinder und Säuglinge (neben den wichtigen U- Untersuchungen) profitieren von einer Behandlung durch einen erfahrenen Osteopathen mit entsprechender post-graduate Fortbildung im Rahmen der Kinderosteopathie!

Die Osteopathie schließt eine Lücke in unserem Gesundheitssystem. Auch wenn sie nach wie vor, aufgrund der komplizierten berufspolitischen Lage in Deutschland, keinen eigenen (aber eigentlich verdienten) Platz in der ersten Reihe unseres Gesundheitssystems erhalten hat. 

Sie leistet einen wichtigen Beitrag nicht nötiges Leid, bei Menschen allen Alters zu verringern und vorzubeugen! Und dies OHNE Nebenwirkungen mit sich zu bringen.

Wie funktioniert Osteopathie?

Konzept der osteopathischen Dysfunktion

Zentral in allen Teilbereichen der Osteopathie befindet sich das Konzept der "osteopathischen Läsion", welche heutzutage synonym als "somatische Dysfunktion" bezeichnet wird.

Alle Teilbereiche der Osteopathie benutzen das Auffinden solcher "osteopathischer Läsionen/Dysfunktionen", um über angepasste Techniken den Geweben über eine Wiederherstellung freien Fließens aller Körperflüssigkeiten (Ver- und Entsorgung) zurück in die Homeostasie (Gesundheit) zu verhelfen.

Nach Christian Hartmann vom JOLANDOS-Verlag für historisch reflektierte Osteopathie beschreibt A.T. Still den Begriff "osteopathische Läsion", wie folgt:

"Ursache im anatomischen Bereich, die über eine direkte oder indirekte Behinderung des freien Fließens der Körperflüssigkeiten zum Verlust von Gesundheit führt."


"Hintergrundinformationen:

  • Die indirekte Behinderung betrifft Irritationen vasoaktiver Nerven, v.a. im Bereich der Ganglien und auf Segmentebene.
  • Das freie Fließen der (physikalischen, nicht ‚fluidalen’) Körperflüssigkeiten ist (1) Grundlage für die Funktionsfähigkeit der Informationssysteme (2) im lebenden Organismus (stofflich-physikalisch = Blutkreislauf & interstitielle Zirkulation / nichtstofflich-physikalisch = Nervensysteme).
  • Diese Informationssysteme steuern die Entfaltung sämtlicher physiologischer Prozesse (3).
  • Der Entfaltungsgrad der physiologischen Prozesse bestimmt den Zustand eines lebenden Gewebes, Organs oder Menschen (gesund/krank) (4). "


Dies bedeutet, dass durch eine Beseitigung der osteopathischen Läsion, die Zirkulation aller stofflichen-flüssigen Elemente (wie Blut, Lymphe, Liquor, Gewebsflüssigkeit usw.), sowie aller nicht-stofflichen Elemente (elektrische Reizleitung des Nervensystems, elektro-magnetische Felder des Körpers usw.) verbessert werden kann.

Im Einzelnen können daher osteopathische Dysfunktionen auf verschiedenen Ebenen anwesend sein und auch behandelt werden. Des Weiteren interagieren alle körperlichen Systeme und daher auch die Kompensationsstrategien der verschiedenen anwesenden Dysfunktionen miteinander. Aus diesem Grund gibt die Osteopathie eine sehr effiziente Antwort auf ein sehr breites Spektrum an körperlichen Dysfunktionen und kann auch komplexe Beschwerdebilder verbessern, die in einer medizinischen Standardbehandlung nicht gelöst werden können, da der Körper zu isoliert pro einzelnem System behandelt wird.

Parietale Osteopathie

Die parietale Osteopathie beschäftigt sich mit den knöchernen Strukturen des Körpers und seinen Gelenken. Der Begriff "Parietal" wird synonym für "Wand eines Organs" im weiteren Sinne verwendet. Dazu zählen auch alle Bindegewebe des Menschen wie Sehnen, Bänder, Knorpel und auch Faszien. Zusammen bilden diesen Strukturen den Muskel-Stütz-Apparat des Körpers - also unseren Bewegungsapparat. 

Wie wirkt parietale Osteopathie?

Die parietale Osteopathie untersucht und behandelt mittels manueller Techniken und Verfahren, Störungen in diesem Bereich, löst Dysfunktionen auf und schafft ein besseres Gleichgewicht der beteiligten Strukturen. Dieses reduziert bestehende Beschwerden, da sowohl durch zu viel, aber auch durch zu wenig Beanspruchung des Muskel-Stütz-Apparates, die Funktion von Muskulatur, Bindegewebe, Gelenken und Knochen gestört sein können. 

Dies kann sich in Symptomen wie Fehlhaltungen, Schmerzen im Bewegungsapparat, aber auch in wiederkehrende Verletzungen äußern. Wenn diese Probleme Monate, Jahre, oder gar Jahrzehnte bestehen, können Fehlbelastung und Verspannungen zu chronischen Beschwerden führen, die sich häufig in unserem Haltungs- und Stützapparat ausdrücken.

Diese gehen letztendlich mit Immobilisation, Schmerzen und Versteifungen des Bewegungsapparates einher und können die Lebensqualität stark einschränken.

Wie funktioniert Parietale Osteopathie?

Dem Osteopathen stehen eine Vielzahl von Techniken zur Verfügung, um o.g. Störungen des Bewegungsapparates zu beseitigen. 

Die Parietale Osteopathie umfasst Gelenk- und Gewebs-Manipulationen, Muskel-Energie- oder Release-Techniken. Die Techniken gliedern sich in "Direkte Techniken", die auf die Bewegungseinschränkung bzw. Blockade hinzu arbeiten - sie quasi "direkt überwinden" - und "Indirekte Techniken". Diese arbeiten mit verschiedenen Prinzipien des Spannungsgleichgewichts im Gewebe und wirken über Umwege sehr sanft. Z.B. über das Steigern der Versorgungslage (Blut/Lymphe) des gestörten Gewebes, oder über schmerzfreie Mobilisation des Gelenkes "weg von der eingeschränkten Richtung".

Zu den direkten Techniken zählen z.B die Manipulationen (auch Thrust/high-velocity-low-amplitude Techniken/kurze Hebeltechniken genannt). Diese korrigieren auf Gelenkebene die Position und das Zusammenspiel der Strukturen über einen gezielten physikalischen Impuls. 

Hierfür ist ein fundamentales Wissen über die Ansätze und Ursprünge von Muskeln und deren Funktion, über den Aufbau von den Gelenken und die Biomechanik des menschlichen Körpers notwendig. Häufig liegt die Ursache für ein Symptom in einem anderen Körperbereich. So kann zum Beispiel eine Blockierung der Halswirbelsäule zu Kopfschmerzen, Schwindel oder Schmerzen im Arm führen.

Nach dem erfolgreichen Lösen von Blockaden und Spannungen in diesem (parietalen) System, ermöglicht der Osteopath dem Körper wieder eine normalisierte Körperhaltung einzunehmen und begünstigt die Selbstheilungskräfte des Körpers. 

Die Wirkung der Parietalen Osteopathie bei verschiedenen Beschwerdebildern ist vielfach belegt.

Unterschied: Osteopath / Chiropraktiker

An dieser Stelle könnte sich die Frage stellen, inwiefern sich die Osteopathie von der Chiropraktik unterscheidet. Auch wenn es zunächst so scheinen mag, als gäbe es keine Unterschiede zwischen diesen beiden Berufen, so ist es doch wichtig zu begreifen, dass die Parietale Osteopathie lediglich EINER von DREI Teilbereichen der Osteopathie ist.Im Endeffekt überschneiden sich Chiropraktiker und Osteopath in diesem Feld (Parietale Osteopathie) tatsächlich und teilweise auch mit den Physiotherapeuten, die mit manueller Therapie arbeiten. 

Da dieser Teilbereich jedoch nur in etwa 1/3 der Osteopathie ausmacht könnte man sagen, dass die Osteopathie das umfassendere und ganzheitlichere Konzept ist, da sie nicht nur den Bewegungsapparat genauso gut behandelt wie auch der Chiropraktiker oder Physiotherapeut... Zusätzlich integriert sie die Inneren Organe, das Nervensystem und alle Versorgungs- und Verbindungsstrukturen des Körpers. Daher empfehle ich jedem, der in Erwägung zieht sich innerhalb eines ganzheitlich manuellen Konzeptes behandeln zu lassen und nicht sicher ist, wo er hingehen soll, eine Behandlung bei einem ausgebildeten Osteopathen (mindestens 1350 Ausbildungsstunden über 4-5 Jahre).

Zwar hilft natürlich auch die Chiropraktik mit langer Tradition vielen Menschen, sie hat allerdings auch ihre Grenzen, da sie das kleinere Konzept ist. Desweiteren sind die Techniken mit denen in der Chiropraktik gearbeitet wird - vor allem im Bereich der manipulativen Techniken - härter (z.B. durch vollständiges Verriegeln der umliegenden Bewegungssegmente, des stärkeren Krafteinsatzes auch über den Einsatz von langen Hebeltechniken und des klaren Ziels auch das berühmte "Knacken" hervorzurufen). Wenn man Interesse daran hat, dass der eigene Körper einmal vollständig untersucht und behandelt wird - inclusive des Organ- und Nervensystems, sollte man den Besuch bei einem Osteopathen vorziehen.

Craniosacrale Osteopathie

Die Craniosacrale Osteopathie, wobei "Cranio" von "Cranium (=Schädel) und "Sacral" von "Sacrum" (=Kreuzbein) abgeleitet ist, umfasst den Schädel mit all seinen Knochen und die Wirbelsäule des Menschen incl Kreuzbein und Steißbein. Sie beinhaltet zusätzlich den Liquor (Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit), die Hirn- und Rückenmarkshäute (Hüllstruktur des Gehirns und Rückenmarks) und das komplette Nervensystem des Körpers. 

Mit Hilfe der Craniosacralen Osteopathie können die feinen Bewegungen des kraniosakralen Rhythmus harmonisiert werden. Dieser ist wie der Herzschlag und die Atmung ein eigenständiger Körperrhythmus.

Der Craniosacrale Rhythmus setzt sich laut W.G. Sutherland aus folgenden Faktoren zusammen:

  1. Die Beweglichkeit der Schädelknochen
  2. Die Beweglichkeit des Kreuzbeins zwischen den Beckenschaufeln
  3. Die reziproke Spannung der Hirn- und Rückenmarkshäute
  4. Die Motilität des Gehirn- und Rückenmarks
  5. Die Fluktuation des Liquor

Wenige wissen, dass die Schädelknochen auch beim Erwachsenen nie vollständig verknöchern. Schädelknochen wachsen im Kindesalter aufeinander zu und verbinden sich über eine sogenannte "Sutur", eine Schädelnaht. An diesen Schädelnähten greifen die beteiligten Knochen ineinander und verbinden sich über festes und lockeres Bindegewebe innerhalb der Sutur selbst. Durch Suturen ziehen teilweise Nerven und auch blutführende Gefäße. Suturen müssen daher elastisch bleiben. Ein Beispiel ist die Schädelnaht "Sutura occipitomastoidea", die das Leben lang eine große Elastizität behält, da das wichtigste ableitende venöse Gefäß des Kopfes, die "Vena jugularis interna", durch diese Schädelnaht zieht. Da die Volumina des anfallenden venösen Blutes verschieden sind, ist eine nötige Elastizität in diesem Bereich, zur problemfreien Drainage (Abtransport venösen Blutes) des Gehirns und Schädels, selbstverständlich.

Aber auch alle anderen Knochenverbindungen des Schädels bleiben zu einem gewissen Grad elastisch. Dies ist auch sehr gut so, da der Schädel dadurch viel schwerer bricht (ganz nach dem Motto eine junger Ast bricht nicht so leicht wie ein trockener alter Ast). Des Weiteren kann der Schädel so auf die Änderung der Druckverhältnisse beeinflusst durch die Körperposition und weiteren äußeren Faktoren begegnen. Er reagiert auf veränderte Körperverhältnisse, wie Muskel- und Faszienzüge, genauso wie auf die Körperstatik und Zahnstellung.

Wie wirkt Craniosacrale Osteopathie?

Es gibt sehr effiziente Behandlungsmöglichkeiten z.B. für immer wiederkehrende Nasennebenhöhlenproblematiken, die ebenfalls Ausdruck eines schlechten Austauschs, durch funktionelle Engstellen im craniellen System sein können, sowie in der Behandlung von komplexen Beschwerdebildern wie Migräne, CRPS (M. Sudeck) und immer wiederkehrenden Kopfschmerzsymptomatiken, genauso wie Tuba auditiva Dysfunktionen, nicht strukturell bedingte Augeninnendruckerhöhungen und Schädeltraumen durch Unfälle beim Erwachsenen und schwierige Geburten beim Säugling.

Die kraniosakrale Osteopathie ist der am schwierigsten durch Studien darstellbare und umstrittendste Teilbereich der Osteopathie. Es bleibt aber das Faktum, dass die Craniosacrale Osteopathie auf eine lange erfolgreiche Behandlungstradition zurückblicken kann und bereits sehr vielen Menschen geholfen hat. Es bleibt abzuwarten, ob es in der Zukunft technische nicht-invasive Möglichkeiten geben wird, die die anwesenden Behandlungsprozesse zufriedenstellend darzustellen vermag. Das Bestehen eines craniellen Rhythmus wurde bislang lediglich am Primaten-Modell einwandfrei dargestellt.

Wie funktioniert Craniosacrale Osteopathie?

Die fünf Faktoren des craniosacralen Rhythmus sind als Summation als Bewegung am gesamten Körper wahrnehmbar. Die An-, oder Abwesenheit dieser Bewegung lässt Rückschlüsse auf die Vitalität des Gewebes zu. So ist z.B. nach einer Operation im ersten Zeitabschnitt jene Bewegung des primär respiratorischen Mechanismus (PRM= craniosacraler Rhythmus) in dem Bereich der Wunde nicht wahrnehmbar. Wenn das Gewebe sich auf einem guten Prozess der Heilung nach dem Gewebstrauma der OP (oder auch z.B. nach einem Unfall) befindet, so kehrt diese Bewegung wieder zurück in den Bereich und wird durch den Osteopath wahrnehmbar. Der Osteopath kann durch sanfte Techniken Einfluss auf alle fünf Faktoren des craniosacralen Rhythmus nehmen und damit den Ausdruck dieses Mechanismus positiv beeinflussen. Dies fördert die Gesundheit und Homeostasie der Gewebe, durch die Anregung von Austauschprozessen.

Des Weiteren kann durch direkte Krafteinwirkung auf den Kopf, oder direkt ansetzende Strukturen die Elastizität einzelner Schädelknochen und ihrer Schädelnähte eingeschränkt werden. Die Craniosacrale Osteopathie kennt Techniken zur Befreiung solcher Dysfunktionen und kann die beteiligten Suturen und Schädelknochen sanft befreien.

Unterschied: Cranio-Sacral Therapie / Craniosacrale Osteopathie

Eine reine Craniosacrale Behandlung wie sie teilweise von sogenannten Craniosacraltherapeuten durchgeführt wird, ist KEINE Osteopathie im engeren Sinne! Es werden lediglich Techniken aus einem Teilbereich benutzt und daher kann dieses Konzept kein holistischer Behandlungsansatz sein, wie die Osteopathie es als Philosophie, Wissenschaft und Kunst als Anspruch an sich selbst stellt. Wichtig ist an dieser Stelle nochmals zu betonen, dass die Osteopathie immer aus der Verbindung aller DREI Teilbereichen besteht und eine Behandlung stets alle drei Teilbereiche umfasst, da die Körpersysteme des Menschen stets als Einheit agieren.

Im Gegensatz dazu kann natürlich je nach Notwendigkeit und bestehenden Problemen, der Osteopath nach Anamnese und Befund einen Behandlungsschwerpunkt im craniosacralen System für die Behandlung setzen. Dieser ist dann aber auf den einzelnen Patienten ausgerichtet und kann in den folgenden Behandlungen auch immer wieder neu gesetzt werden. 

Somit kann beispielsweise nach zwei Behandlungseinheiten mit einem Schwerpunkt am Sacrum und Cranium, der craniosacrale Rhythmus sich so gut ausdrücken, dass in der dritten Behandlung keine weitere Intervention notwendig ist, aber dafür der Magen eine Dysfunktion zeigt, welche der Osteopath dann mit viszeralem Schwerpunkt behandelt.

Viszerale Osteopathie

Die viszerale Osteopathie ist der jüngste der drei Teilbereiche. Sie umfasst die inneren Organe des Menschen, also Magen, Darm, Leber, Nieren, Lunge, Herz, Geschlechtsorgane usw. mit den jeweils zuführenden Arterien und abführenden Venen, Nerven, sowie Lymphgefäßen.

Des Weiteren werden die bindegewebigen Verankerungen der Organe und die Relationen zum Bewegungs- und Stützapparat des Menschen (s.h. parietale Osteopathie) untersucht.  Der Osteopath behandelt die Beweglichkeit der Organe, die rhythmische Eigenbewegung der Organe (s.h. z.B. Darmperistaltik) und ihre bandhaften und faszialen Verbindungen.

Der Brust- und Bauchraum mit seinen Organen, Nerven und Gefäßen und bindegewebigen Verbindungen, ist ein weiterer Bereich in dem somatische (osteopathische) Dysfunktionen entstehen können.

Wie wirkt viszerale Osteopathie?

Über Druck und Zug, sowie den weit entwickelten Tastsinn des Osteopathen, lassen sich die durch den Osteopathen ausgeübten Kräfte auch auf tiefer liegende Strukturen, wie zum Beispiel Organe ausrichten und ermöglichen damit einen tiefen Behandlungszugang, ohne dass invasiv vorgegangen werden muss. So kann beispielsweise die Beweglichkeit des Darms in Abhängigkeit von der Atembewegung gespürt und beurteilt werden, sowie bei Einschränkungen - beispielsweise durch Narben im Bauchraum - diese Bewegungsmöglichkeit verbessert werden.

Die Nervenversorgung, die Durchblutung, die Beweglichkeit und die Funktion jedes Organs können bei Störungen so weit normalisiert werden, dass das Organ in die Gesundheit zurückfinden kann und z.B. funktionelle Verdauungsbeschwerden reduziert werden. So lassen sich auch Entgiftungsprozesse einleiten und Rücken-/Bauchschmerzen, die von funktionellen Störungen der Organe hervorgerufen werden, auflösen.

Wie funktioniert viszerale Osteopathie?

Da es aus unserer embryonalen Entwicklungsgeschichte heraus vielfältige Verbindungen der Organe untereinander gibt, die aus verschiedenen Arten von Bindegewebe bestehen, können auch Funktionsstörungen der Wirbelsäule Auswirkungen auf Organe haben und umgekehrt. Z.B. ist der gesamte vom Bauchfell eingeschlossene Raum mit seinen Organen (wie z.B. dem Darm), an der Vorderseite der Brust und Lendenwirbelsäule verankert. Ausgeübte Züge, oder auch ein leichtes Absinken eines Organs, welches nicht mehr genügend Eigenstützkraft aufbauen kann, überträgt sich also direkt auf die Wirbelsäule. Umgekehrt beeinflusst eine Blockade in diesem Wirbelsäulenabschnitt die nervale Versorgung und auch relativ die Position der Strukturen im Bauchraum bzw. kann Zug über das verbindende Bindegewebe ausüben und damit Organfunktion beeinflussen.

Da diese Verbindungen existieren, bieten sie umgekehrt die Möglichkeit von außen Einfluss auf Strukturen zu nehmen, die so tief liegen, dass man sie nicht direkt anfassen kann. Erwähnenswert ist, dass auch Narben und Entzündungen im Bauch- und Brustraum zu Verspannungen und Verklebungen dieses Bereichs und seiner Strukturen führen, die zu einer chronischen Überbelastung führen können. Folgen einer solchen Überbelastung können u.a. Verdauungsbeschwerden, Menstruationsstörungen, oder Senkungen der Blase sein. 

Berufspolitische Situation und Qualitätssicherung der Osteopathie

"Es gibt keine staatliche Regelung der Ausbildung und der Berufsbezeichnung der Osteopathie in Deutschland. Es gibt auf Länderebene lediglich eine staatliche Regelung. Seit November 2008 gibt es im Bundesland Hessen eine Weiterbildungs- und Prüfungsordnung für Osteopathen (WPO-Osteo).

Die WPO-Osteo regelt den Weg zur Erteilung einer staatlichen Erlaubnis zur Führung der Weiterbildungsbezeichnung Osteopathin/Osteopath in Hessen. Diese WPO bringt allerdings keine Vorteile für die Berufsausübung. Sie regelt nicht die Berufsausübung eines Osteopathen; dies ist weiterhin Ärzten und Heilpraktikern vorbehalten.

Durch die WPO-Osteo wird kein eigenständiger Beruf des ‚Osteopathen‘ geschaffen. Außerdem sieht die WPO eine maximale Studiendauer von vier Jahren vor. Konkret bedeutet dies, dass 1350 Unterrichtsstunden innerhalb von 4 Studienjahren absolviert werden müssen!

Momentan scheint die Osteopathie dahingehend Anerkennung zu finden, dass sie als Heilkunde bewertet wird, was bedeutet, dass sie von Ärzten und Heilpraktikern ausgeübt werden darf." (Quelle: osteopathie.com, 03-19)


Verbände und akademische Qualitätssicherung in Deutschland

  • BAO = Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie e.V.
  • VOD = Verband der Osteopathen Deutschland e.V.
  • BVO = Bundesverband Osteopathie e.V
  • AFO = Akademie für Osteopathie e.V.

Häufig gestelle Fragen zur Osteopathie-Behandlung (FAQ)

Wie findet man einen guten Osteopathen bzw. eine gute Osteopathin?

Da die berufspolitische Siutation, wie oben beschrieben recht kompliziert ist, kann das Unternehmen einen guten Osteopath zu finden kompliziert sein. Dies ist jedoch entscheidend, da nicht überall wo draußen "Osteopathie" dran steht auch Osteopathie drin ist. Theoretisch darf sich in Deutschland jeder "Osteopath" nennen, da es keine geschützte Berufsbezeichnung gibt.

Aus diesem Grund bieten alle o.g. Instanzen auf ihrer Webseite daher eine Therapeutenliste mit Suchfunktion an. So findest auch du einen guten Osteopath in deiner Nähe!

Klicke auf den Text, um zum Beispiel zur Therapeutensuche des Bundesverbands Osteopathie e.V. zu gelangen, bei dem auch ich mit meiner Osteopathiepraxis in Hamburg Altona gelistet bin!

-> BVO Therapeutensuche

Wie viel kostet eine Osteopathie-Behandlung?

Eine osteopathische Behandlung kostet normalerweise zwischen 80 und 150euro pro Behandlungseinheit, je nach Osteopath:in, Behandlungszeit und jeweiligem Ausbildungsgrad.

In den meisten Fällen, wird ein sich in Ausbildung befindlicher, oder ein gerade mit der 5 jährigen Ausbildung fertiger Osteopath weniger Geld verlangen als ein Osteopath mit 20 Jahren Berufserfahrung und meist ebenso viel Fortbildungszeit (z.B. 5 Jahre Grundausbildung und 15 Jahre post-graduate Fortbildung).

Doch unabhängig davon muss man sagen, dass die Preise absolut in Relation zu der investierten Zeit, Expertise und den Fähigkeiten stehen. Sofern eine umfassende Ausbildung absolviert wurde ist es das Geld alle mal Wert - vor allem da die Therapiehäufigkeit im Vergleich zu Physiotherapie etc. deutlich geringer und trotzdem effizient ist. Man zahlt also insgesamt ähnlich viel, spart aber Zeit!

Werden die Kosten der Osteopathie durch die Krankenversicherung übernommen?

Die meisten privaten Krankenversicherungen übernehmen 50-100% der osteopathischen Behandlungskosten.

Bei den GKV gibt es große Unterschiede, auch jährlich wechselnde Angebote. Informiere dich daher bei deiner Versicherung ob und wie viel sie zu osteopathischen Behandlungen zuzahlt.

Je nach Alter kann es Sinn ergeben, wenn man bei einer GKV versichert ist, eine Zusatzversicherung für Heilpraktikerleistungen (was Grundlage für die meisten Osteopathie-Rechnungen ist, sofern der Behandler nicht Arzt ist) abzuschließen. Vor allem dann, wenn man sich regelmäßig osteopathisch betreuen lassen möchte.

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